Blog · 21. Juli 2026
Webseite erstellen lassen in Vorarlberg: Baukasten, Agentur oder Individualentwicklung?
Wix, klassische Agentur oder individuell entwickelte Webseite? Ein ehrlicher Vergleich der drei Wege zur Firmenwebseite — mit den Fragen, die Sie vor der Entscheidung stellen sollten.
Wer eine Firmenwebseite braucht, steht vor drei grundsätzlich verschiedenen Wegen: Baukasten selbst zusammenklicken, klassische Agentur beauftragen oder individuell entwickeln lassen. Jeder Weg hat seine Berechtigung — und jeder hat Haken, über die vorher selten gesprochen wird. Hier der ehrliche Vergleich.
Weg 1: Der Baukasten (Wix, Squarespace, Jimdo & Co.)
Wofür er passt: Sie brauchen schnell eine einfache Präsenz, haben ein sehr kleines Budget und Zeit, sich selbst einzuarbeiten. Für einen Verein, ein Hobbyprojekt oder einen ersten Markttest ist ein Baukasten oft völlig in Ordnung.
Die Haken: Die Seite gehört Ihnen nie wirklich — sie lebt auf der Plattform des Anbieters, und Sie zahlen monatlich, solange sie existiert. Ein Umzug zu einem anderen Anbieter bedeutet praktisch einen Neubau. Technisch bleiben Baukasten-Seiten meist hinter dem zurück, was bei Ladezeit und Suchmaschinen-Sichtbarkeit möglich wäre, weil generische Templates viel unnötigen Ballast mitliefern.
Weg 2: Die klassische Agentur (meist WordPress)
Wofür sie passt: Sie wollen die Arbeit abgeben und bekommen ein bewährtes Gesamtpaket. Für inhaltlich große Seiten mit vielen Redakteuren kann ein etabliertes CMS die richtige Wahl sein.
Die Haken: Bei WordPress-Projekten entsteht der laufende Aufwand oft erst nach dem Launch: Plugin-Updates, Sicherheits-Patches, Kompatibilitätsprobleme. Fragen Sie vor Vertragsabschluss konkret: Wem gehört die Seite? Was kostet die Wartung monatlich? Was passiert, wenn wir die Zusammenarbeit beenden — können wir die Seite mitnehmen und woanders weiterbetreiben?
Weg 3: Individuelle Entwicklung
Wofür sie passt: Sie wollen eine schnelle, langlebige Seite, die Ihnen gehört — inklusive Quellcode. Moderne statisch generierte Seiten (etwa mit Frameworks wie Astro) kommen ohne ständige Plugin-Updates aus, laden schnell und bieten Suchmaschinen sauberes, schlankes HTML.
Die Haken: Die Anfangsinvestition ist höher als beim Baukasten, und die Qualität hängt stark vom Entwickler ab. Auch hier gilt: Lassen Sie sich die Eigentumsfrage schriftlich geben. Seriöse Anbieter übergeben das komplette Repository — Sie können jederzeit mit jemand anderem weitermachen.
Die fünf Fragen vor jeder Entscheidung
- Wem gehört die Seite nach dem Projekt? Wenn die Antwort nicht „Ihnen, inklusive Quellcode” lautet, wissen Sie, woran Sie sind.
- Was kostet der Betrieb pro Jahr — ehrlich gerechnet? Baukasten-Abo, Wartungsvertrag oder Hosting: Rechnen Sie auf drei Jahre.
- Wie schnell lädt die Seite auf einem Handy im Mobilfunknetz? Das können Sie bei Referenzprojekten des Anbieters selbst testen.
- Wer pflegt die Inhalte später? Wenn Sie selbst ändern wollen, klären Sie vorher, wie — und was das kostet.
- Was passiert bei einer Trennung? Ein guter Anbieter kann diese Frage ohne Ausweichen beantworten.
Fazit
Es gibt keinen für alle richtigen Weg — aber es gibt für jede Situation einen passenden. Ein Baukasten ist legitim, wenn die Ansprüche klein sind. Eine Agentur ist richtig, wenn das Gesamtpaket stimmt und die Eigentumsfrage geklärt ist. Individuelle Entwicklung lohnt sich, wenn Geschwindigkeit, Unabhängigkeit und Langlebigkeit zählen. Entscheidend ist weniger der Weg als die Antworten auf die fünf Fragen oben — lassen Sie sich keine davon schuldig bleiben.